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Nach der Befreiung kam die Hölle: Wie zehntausende Frauen öffentlich gedemütigt, kahlgeschoren und brutal bestraft wurden – ein dunkles Kapitel nach D-Day, das Frankreich lange verdrängte.H

Als die Alliierten nach den Invasionen am D-Day weite Teile Frankreichs befreiten, stießen sie auf verstörende Szenen. Während der Rückzug der Deutschen in vielen Städten und Dörfern Euphorie auslöste, wurden alliierte Truppen und die Résistance Zeugen brutaler Bestrafungen.

Zahlreiche Frauen wurden von der französischen Bevölkerung für ihre sogenannte „horizontale Kollaboration“ mit dem Feind zur Rechenschaft gezogen. Man schätzt, dass etwa 20.000 Frauen in öffentlichen Spektakeln, die als „Ugly Carnivals“ (hässliche Jahrmärkte) bekannt wurden, die Haare geschoren bekamen.

Diese Frauen, deren Verbrechen oft lediglich darin bestand, mit dem Feind geschlafen zu haben, wurden barbarisch behandelt und öffentlich gedemütigt. Während der Besatzungszeit hatten sich viele deutsche Soldaten in den besetzten Gebieten schnell eingerichtet.

Es entstand ein Trend, bei dem französische Freundinnen deutscher Soldaten in Uniformen ihrer Partner herumliefen. Innerhalb der Wehrmacht galt Paris als ein Ort voller skandalöser Frauen, die jeden Wunsch der Armee erfüllten – fast wie ein riesiges Bordell.

Soldaten mit hohem Rang konnten den Frauen viel bieten: eine Zukunft, das Versprechen auf Heirat nach dem Krieg und ein gemeinsames Leben in Deutschland. Während einige Frauen die Einsamkeit der Soldaten ausnutzten, gab es auch Soldaten, die die Not der Französinnen missbrauchten, deren Männer an der Front kämpften.

Aus diesen Beziehungen gingen schätzungsweise 200.000 Kinder in Frankreich hervor. Diese Dynamik wiederholte sich auch in anderen besetzten Gebieten wie Norwegen oder auf den Kanalinseln mit Tausenden von Geburten.

Als sich das Blatt gegen Deutschland wendete und die Befreier die Kontrolle übernahmen, entlud sich der Zorn gegen diese Frauen. In Norwegen wurden sie oft ins Exil getrieben oder inhaftiert, und ihre Kinder wurden als Teil des Verrats gebrandmarkt.

Brutal Torture Of Women Of The Battle Of Berlin

In Frankreich jedoch erreichte die öffentliche Demütigung ein erschreckendes Ausmaß. Das Scheren der Köpfe war eine Strafe, die bis ins finstere Mittelalter für Ehebruch zurückreichte und nun als Symbol der Vergeltung diente. Interessanterweise hatte auch der NS-Staat zuvor befohlen, deutsche Frauen, die mit nicht-arischen Gefangenen verkehrten, auf diese Weise zu bestrafen.

In den französischen Städten glichen die Szenen einem sadistischen Volksfest. Die Frauen wurden auf Marktplätze gezerrt, kahlgeschoren und von der Menge beschimpft, bespuckt und geschlagen. Viele wurden halbnackt durch die Straßen getrieben und mit Teer übergossen.

Zusätzlich wurden sie oft mit Hakenkreuzen auf der Stirn gebrandmarkt, die mit Lippenstift oder Farbe aufgemalt waren. Zeitzeugen berichteten, dass die Frauen wie gejagte Tiere wirkten. Die abgeschnittenen Haare wurden oft auf riesigen Haufen verbrannt, deren Geruch kilometerweit zu riechen war.

Ein Fotograf, der diese Ereignisse dokumentierte, schrieb über seine Erfahrung:

„Ich sah vier Mädchen, die durch die Straßen geführt wurden, und eilte auf sie zu, um sofort ein Foto zu machen.“

„Plötzlich fand ich mich an der Spitze des Zuges wieder, und die Einheimischen dachten wohl, ich sei die Soldatin, die sie gefangen genommen hatte. Ich wurde geküsst und beglückwünscht, während gleichzeitig Schläge und Spucke auf die unglücklichen Mädchen niederprasselten.“

Auch Jock Colville, der Privatsekretär von Winston Churchill, wurde Zeuge dieser Grausamkeiten und notierte:

„Ich beobachtete, wie ein offener Lastwagen unter den Buhrufen und Pfiffen der Franzosen vorbeifuhr, auf dessen Ladefläche ein Dutzend elender Frauen saß. Jedes Haar auf ihren Köpfen war abgeschoren worden.“

„Sie waren in Tränen aufgelöst und hängten ihre Köpfe vor Scham. Obwohl ich von dieser Grausamkeit angewidert war, dachte ich darüber nach, dass wir Briten seit 900 Jahren keine Invasion oder Besatzung erlebt hatten und daher wohl nicht die besten Richter waren.“

Obwohl auch einige Männer für die Arbeit in deutschen Fabriken bestraft wurden, dienten primär Frauen als Sündenböcke. Viele von ihnen waren unschuldig und wurden Opfer von Denunziationen durch Nachbarn oder Rivalen.

Die Wut der Bevölkerung speiste sich oft aus Neid: Während der Rest Frankreichs hungerte, hatten Frauen, die mit Deutschen liiert waren, oft besseres Essen und Privilegien genossen. In Paris eskalierte die Gewalt teilweise so weit, dass Frauen sogar zu Tode getreten wurden.

Dabei war die Realität der Besatzung oft komplexer. Viele Frauen, wie etwa alleinstehende Lehrerinnen, waren gezwungen worden, deutsche Soldaten in ihren Häusern aufzunehmen. Andere sahen in der Kollaboration den einzigen Weg, um Nahrung für ihre Kinder zu sichern.

Dennoch galt das Schlafen mit dem Feind als der größtmögliche Verrat. Die Bilder dieser kahlgeschorenen Frauen mit den aufgemalten Hakenkreuzen bleiben bis heute ein zutiefst verstörendes Kapitel der Geschichte.

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