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Berlin in Trümmern: Erschütternde Aufnahmen nach der Reichstags-Einnahme im Mai 1945 – Das Ende des Dritten Reiches!.H

Als im Mai 1945 die Schlacht um Berlin ihren Höhepunkt erreichte, war die deutsche Hauptstadt bereits ein Symbol des Untergangs. Die Straßen waren von Ruinen gesäumt, Gebäude stürzten ein, Rauch hing wie ein grauer Schleier über der Stadt. Mit der Einnahme des Reichstags durch die Rote Armee wurde das letzte Kapitel des „Dritten Reiches“ aufgeschlagen. Das Foto des sowjetischen Fotografen Oleg Knorring, das die Straßen Berlins in jenen Tagen zeigt, vermittelt eine eindringliche Ahnung von den Zerstörungen, die der Krieg über Europa gebracht hatte.

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Die Berliner Operation, wie sie im militärischen Sprachgebrauch genannt wird, begann Ende April 1945. Über zwei Millionen Soldaten der Roten Armee rückten gegen die deutsche Hauptstadt vor, unterstützt von tausenden Panzern, Geschützen und Flugzeugen. Auf deutscher Seite standen erschöpfte und zahlenmäßig stark unterlegene Einheiten: Volkssturm, Hitlerjugend, versprengte Wehrmachtverbände und Reste der Waffen-SS. Die Verteidigung war von vornherein aussichtslos, doch das NS-Regime befahl, Berlin „bis zum letzten Mann“ zu verteidigen.

Das Foto zeigt nicht nur Ruinen, sondern auch die seelische Verfassung einer Bevölkerung, die zwischen Angst, Erleichterung und Hoffnung schwankte. Viele Berliner hatten in den letzten Wochen unter permanentem Artilleriebeschuss gelebt. Lebensmittel waren knapp, Trinkwasser nur schwer zugänglich, und jede Nacht fielen Bomben. Als die Rote Armee schließlich in die Stadt eindrang, wussten die Menschen, dass eine neue Zeit begonnen hatte – aber niemand konnte sagen, wie sie aussehen würde.

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Die Kämpfe um den Reichstag galten als besonders symbolträchtig. Obwohl das Gebäude bereits seit 1933 nicht mehr als Parlament genutzt worden war, hatte es für die sowjetische Propaganda eine enorme Bedeutung. Mit der Einnahme des Reichstags am 2. Mai 1945 konnte die Rote Armee ihren Sieg über das nationalsozialistische Deutschland bildgewaltig inszenieren. Die berühmte Fotografie der gehissten roten Fahne auf dem Reichstag ging um die Welt und markierte das Ende des Krieges in Europa.

Doch für die Bewohner Berlins bedeutete dieser Sieg nicht sofort Frieden. In den ersten Tagen nach der Kapitulation herrschte Chaos: Plünderungen, Gewaltakte und Vergeltungen prägten das Stadtbild. Viele Menschen waren auf der Suche nach Nahrung, andere suchten verzweifelt nach verschollenen Angehörigen. Gleichzeitig begannen sowjetische Soldaten, Verwaltungen einzurichten, um Ordnung herzustellen. Schritt für Schritt verwandelte sich die Trümmerlandschaft in eine Stadt, in der ein neues Kapitel geschrieben werden sollte – diesmal nicht als Hauptstadt eines aggressiven Reiches, sondern als politisches Zentrum einer neuen Ordnung.

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Die Zerstörung war jedoch allgegenwärtig. Schätzungen zufolge waren rund 75 Prozent des Stadtzentrums in Trümmern. Historische Gebäude, Wohnhäuser, Brücken und Bahnhöfe waren beschädigt oder völlig vernichtet. Ganze Straßenzüge existierten nicht mehr. Dieses Ausmaß an Zerstörung erklärt, warum Berlin für Jahrzehnte nach dem Krieg ein sichtbares Mahnmal blieb. Der Wiederaufbau dauerte Generationen, und selbst heute erinnern viele Baulücken und Gedenkstätten an das Jahr 1945.

Interessant ist auch, dass Fotografien wie die von Knorring nicht nur den Zustand der Stadt dokumentieren, sondern auch politische Botschaften transportieren sollten. Sie dienten dazu, den Sieg der Sowjetunion über den Nationalsozialismus zu illustrieren und gleichzeitig das Bild einer gerechten „Befreiung“ zu vermitteln. Für die Berliner hingegen war diese „Befreiung“ oft ein ambivalentes Erlebnis: Sie bedeutete zwar das Ende von Krieg und Terror, doch sie ging auch mit Leid, Demütigungen und dem Verlust jeglicher Sicherheit einher.

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In den Tagen nach der Kapitulation begegnete man auf den Straßen einer Mischung aus sowjetischen Soldaten, heimkehrenden Flüchtlingen und Überlebenden, die aus Kellern und Bunkern hervorkamen. Die Szenen waren gespenstisch: Zwischen rauchenden Ruinen bewegten sich Menschen, die alles verloren hatten – ihre Wohnungen, ihr Hab und Gut, oft auch ihre Familien. Trotzdem begann sofort ein Überlebenskampf: Frauen tauschten Habseligkeiten gegen Lebensmittel, Kinder suchten nach Kohlen oder Holz, Männer versuchten, Schutt zu beseitigen.

Die Bedeutung dieser Bilder reicht über das rein Historische hinaus. Sie machen sichtbar, wie zerbrechlich eine Zivilisation sein kann, wenn sie in den Strudel von Gewalt, Krieg und Ideologie gerät. Das Ende des Krieges in Berlin war zugleich das Ende einer Epoche – und der Beginn einer neuen, in der Deutschland geteilt wurde und die Welt in den Kalten Krieg eintrat.

Heute, fast acht Jahrzehnte später, wirken die Aufnahmen noch immer eindringlich. Sie erinnern daran, welchen Preis Völker tragen müssen, wenn politische Systeme auf Expansion, Unterdrückung und Gewalt setzen. Sie zeigen aber auch, dass aus der Asche ein Neubeginn möglich ist. Berlin ist heute eine pulsierende Metropole, doch unter ihren Straßen und in den Erinnerungen vieler Familien lebt das Jahr 1945 weiter.

Die Schlacht um Berlin und das Bild der zerstörten Hauptstadt sind somit nicht nur ein Kapitel der Militärgeschichte, sondern auch ein Symbol für das Ende einer Katastrophe, die Millionen von Menschenleben gefordert hat. Indem wir diese Fotos betrachten, erinnern wir uns an die Vergangenheit – nicht, um in ihr zu verharren, sondern um aus ihr zu lernen.


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