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Kiew 1941: Deutschlands größter Kesselschlag der Geschichte – 700.000 sowjetische Soldaten verloren.H

Im Spätsommer 1941, nur wenige Monate nach Beginn des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion, bereitete die Wehrmacht eine der größten und folgenschwersten Operationen des gesamten Zweiten Weltkriegs vor. Ziel war die Einnahme von Kiew, einer strategisch wichtigen Metropole und Verkehrsdrehscheibe der Ukraine. Unter dem Kommando von Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt im Süden und Generalfeldmarschall Fedor von Bock im Zentrum gelang es den deutschen Streitkräften, einen gigantischen Zangenangriff zu organisieren, der in die Militärgeschichte eingehen sollte.

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Die Taktik war so simpel wie tödlich: Panzerspitzen aus Norden und Süden schlossen sich hinter den sowjetischen Linien, schnitten Nachschubwege ab und isolierten riesige Verbände der Roten Armee. Innerhalb weniger Tage verwandelte sich das Gebiet um Kiew in einen riesigen Kessel. Jede Straße, jeder Waldweg wurde blockiert, und sowjetische Einheiten fanden sich eingekesselt – ohne Hoffnung auf Verstärkung.

Das Ausmaß des deutschen Erfolges war beispiellos: Über 700.000 sowjetische Soldaten wurden kampfunfähig gemacht, davon rund 600.000 in Gefangenschaft geführt. Ganze Armeen der Roten Armee verschwanden von der Landkarte. Für das nationalsozialistische Deutschland war dies ein Triumph, der in der Propaganda als Beweis für die Unbesiegbarkeit der Wehrmacht gefeiert wurde. Zeitungen im Reich überschlugen sich mit Schlagzeilen, und Fotografien von langen Kolonnen erschöpfter Gefangener gingen um die Welt.

Doch hinter diesem „militärischen Meisterstück“ verbarg sich eine düstere Realität. Die gefangenen Soldaten wurden unter katastrophalen Bedingungen in provisorischen Lagern untergebracht, ohne ausreichende Nahrung, Wasser oder medizinische Versorgung. Zehntausende starben innerhalb weniger Wochen an Hunger, Krankheiten und Erschöpfung. Für viele Historiker ist die Schlacht um Kiew nicht nur ein Symbol für taktische Brillanz, sondern auch für das unermessliche Leid, das der Krieg Millionen Menschen zufügte.

Trotz der vernichtenden Niederlage gab die Sowjetunion nicht auf. Fabriken im Hinterland produzierten unaufhörlich neue Waffen, und Millionen frischer Rekruten wurden mobilisiert. Nur wenige Jahre später wendete sich das Blatt – und die deutsche Armee sollte selbst in ähnlichen Kesseln untergehen.

Heute gilt die Schlacht um Kiew 1941 als die größte Einkesselung der Militärgeschichte. Sie zeigt, wie schnell militärischer Erfolg in menschliche Tragödie umschlagen kann – und wie unerschütterlich der Wille zur Gegenwehr sein kann, selbst nach scheinbar endgültigen Niederlagen.

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