Immer wieder bringt die Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs neue Funde ans Licht. Ob es Wracks in der Ostsee, alte Bunker oder Relikte im Erdreich sind – die Spuren dieser Zeit sind auch heute, fast achtzig Jahre nach Kriegsende, noch überall zu finden. Besonders faszinierend und zugleich bedrückend sind Entdeckungen von Waffenlagern, die einst von der deutschen Wehrmacht oder anderen militärischen Einheiten angelegt wurden. Sie zeigen, wie groß die Dimensionen dieses Konflikts waren und wie viel Material mobilisiert wurde, um einen Krieg von bislang unvorstellbarem Ausmaß zu führen.
Ein solches Waffenversteck wurde jüngst entdeckt. Jahrzehntelang lag es verborgen, gut getarnt in einem Waldstück und fast vergessen, bis Bauarbeiten und Zufälle es wieder ans Tageslicht brachten. Im Inneren fanden sich Reste von Handfeuerwaffen, Munitionskisten und teilweise auch Sprengkörper. Viele dieser Objekte waren stark korrodiert, manche jedoch erstaunlich gut erhalten. Für Historiker, Archäologen und Kampfmittelräumdienste stellen solche Funde eine Mischung aus wertvollem Quellenmaterial und gefährlicher Altlast dar.