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Die Titanic sinkt, die Kapelle spielt: Alice Weidel präsentiert den „Deutschland-Plan“ und zerlegt die Merz-CDU in ihre Einzelteile.H

Es war einer jener Momente im Deutschen Bundestag, in denen die stickige Luft des Plenarsaals plötzlich elektrisiert wirkt. Wenn die diplomatischen Floskeln fallen und die brutale Realität des Landes ungeschminkt ausgesprochen wird. Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD, trat ans Rednerpult, nicht um eine gewöhnliche Oppositionsrede zu halten, sondern um den politischen Notstand auszurufen. Ihr Vergleich war so bildgewaltig wie beängstigend: Deutschland ist die Titanic. Das Schiff hat Schlagseite, die Schotten laufen voll, doch auf dem Deck spielt die Bordkapelle der Ampel-Koalition weiter ihre beruhigenden Melodien, als gäbe es kein Morgen.

In einer Rede, die als Generalabrechnung in die Geschichte dieser Legislaturperiode eingehen dürfte, skizzierte Weidel ein Szenario des totalen Systemversagens. Sie sprach von „fünf Eisbergen“, die den Rumpf des deutschen Staatsschiffes bereits aufgerissen haben. Und während der Kanzler teilnahmslos zusehe, wie sein erster Offizier ihm die Mütze stiehlt, steuere das Land auf eine Katastrophe zu, die nicht mehr abzuwenden sei, wenn nicht sofort das Ruder herumgerissen werde.

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Der wirtschaftliche und soziale Kollaps: Eine Bestandsaufnahme

Weidels Analyse der aktuellen Lage gleicht einem Horrorfilm für jeden, der in diesem Land arbeitet und Steuern zahlt. „Das Endstadium dieser Koalition“, so Weidel, sei geprägt von Realitätsverweigerung. Die Fakten, die sie präsentierte, sind in der Tat alarmierend: Ein Drittel der gesamten Steuereinnahmen des Bundes wird im kommenden Jahr allein dafür draufgehen, die Rentenkasse künstlich am Leben zu erhalten. Die Lohnnebenkosten haben mit über 42 Prozent einen historischen Rekordwert erreicht.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Deindustrialisierung, vor der lange gewarnt wurde, ist keine düstere Prognose mehr – sie ist da. Weidel verwies auf den Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen allein in der Automobilindustrie innerhalb eines Jahres. Wenn VW wankt, wankt Deutschland. Eine Pleitewelle von historischem Ausmaß rollt über den Mittelstand, jenen Sektor, der dieses Land einst reich gemacht hat. „Der industrielle Kern erodiert in atemberaubendem Tempo“, donnerte Weidel in Richtung Regierungsbank. Die Ursache? Eine „hausgemachte Energiekrise“, getrieben von ideologischer Verblendung und einer „Steuer auf Luft“ (CO2-Preis), die Unternehmen schlichtweg aus dem Land treibt.

Der „Verrat“ des Friedrich Merz

Doch so hart Weidel mit der Ampel ins Gericht ging, ihre giftigsten Pfeile hob sie sich für einen anderen auf: Friedrich Merz. Der CDU-Chef, der sich gerne als Retter der bürgerlichen Vernunft inszeniert, wurde von Weidel als „Gefangener der linken Einheitsfront“ entlarvt. Sie warf ihm vor, seine eigenen Wahlversprechen gebrochen zu haben, noch bevor er überhaupt regiert.

Der Vorwurf wiegt schwer: Merz habe Angst. Angst vor der SPD, Angst vor den Medien, Angst vor der eigenen Courage. Anstatt die „Brandmauer“ einzureißen und eine bürgerliche Mehrheit zu formen, die rechnerisch im Bundestag längst möglich wäre, klammere er sich an die Gunst der Sozialdemokraten. „Sie lassen sich ein ums andere Mal vorführen“, rief Weidel unter dem höhnischen Gelächter ihrer Fraktion. Für die Millionen konservativen Wähler, die auf eine Wende hoffen, ist dies die bitterste Pille: Die Union, so Weidels Narrativ, ist nicht mehr Teil der Lösung, sondern Teil des Kartells, das den Untergang verwaltet.

Der „Deutschland-Plan“: 12 Punkte für die Wende

Aber Weidel beließ es nicht bei der Kritik. Sie präsentierte den „Deutschland-Plan“ der AfD – ein 12-Punkte-Sofortprogramm, das radikaler und konkreter nicht sein könnte. Es ist der Gegenentwurf zur Politik der letzten 20 Jahre, ein Bruch mit allen Tabus des Berliner Politikbetriebs.

Đảng cực hữu AfD trở thành đảng được ủng hộ cao thứ hai tại Đức | Vietnam+  (VietnamPlus)

Energie und Wirtschaft: Zurück zur Vernunft Der Plan fordert das sofortige Ende der „Energiewende“. Das bedeutet: Stopp des Rückbaus und Wiedereinstieg in die Kernkraft. „Wir müssen die Sprengung von Kraftwerken beenden“, so Weidel. Zudem solle Deutschland dort Gas und Öl kaufen, wo es am günstigsten ist – auch in Russland. „Das ist unser nationales Interesse“, betonte sie und verwies darauf, dass selbst die USA unter Trump primär ihre eigenen Interessen verfolgen würden. Weg mit den Subventionen für Wind und Solar, weg mit der CO2-Bepreisung, weg mit dem Heizungsgesetz, das Hausbesitzer „kalt enteignet“.

Sozialstaat und Gerechtigkeit: Schluss mit „Weltsozialamt“ Ein zentraler Punkt des Plans ist die Reform der Sozialsysteme. Weidel fordert eine Rückkehr zum „Solidarprinzip“: Volle leistung nur für die, die auch eingezahlt haben. Das Bürgergeld, das sie als „Migrantengeld“ bezeichnete, müsse durch eine „aktivierende Grundsicherung“ ersetzt werden. Besonders brisant: Die Forderung, dass auch Politiker und Beamte in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen müssen. Ein Vorschlag, der bei der Bevölkerung auf massive Zustimmung stoßen dürfte, im Bundestag aber wohl für betretenes Schweigen sorgte.

Migration: Die Festung Europa „Politik der geschlossenen Tür“ nennt es Weidel. Lückenlose Grenzkontrollen, Zurückweisungen und eine „Rigorose Abschiebung“. Asylbewerber sollen nur noch Sachleistungen statt Bargeld erhalten, um die „Magnetwirkung“ abzustellen. Die Einbürgerung soll drastisch erschwert werden – den deutschen Pass gibt es nur noch nach zehn Jahren Arbeit und Selbstversorgung. Es ist eine klare Absage an die multikulturellen Träume der Ampel.

Staatsfinanzen: Der Rotstift wird angesetzt Um das alles zu finanzieren und die Bürger zu entlasten, will die AfD den Geldhahn für ideologische Projekte zudrehen. „Klientelpolitische Subventionen“ sollen gestrichen werden. Das bedeutet das Aus für die staatliche Finanzierung von „Pseudo-NGOs“ und den „Kampf gegen Rechts“, den Weidel als Finanzierung der Antifa deutet. Auch die Entwicklungshilfe, bei der Milliarden in alle Welt verschenkt würden, soll gestoppt werden. „Wir brauchen unsere Ressourcen für unser eigenes Land“, so das Credo.

Das letzte Angebot an die Union

Die Rede gipfelte in einem direkten Appell an die Abgeordneten der Union. Es liege an ihnen, ob sie sich weiter am „Gängelband der linken und grünen Verlierer“ führen lassen wollen. Die Mehrheiten für eine bürgerliche Wende seien da – sofort. Man könnte die Kernkraftwerke retten, die Grenzen schließen und die Steuern senken. Jetzt. Heute.

Bầu cử Thủ tướng Đức: Bất ngờ cho bà Alice Weidel của AfD | Báo Giáo dục và  Thời đại Online

Weidels Auftritt war mehr als eine Rede; es war eine Kampfansage. Sie zeichnete das Bild eines Landes, das ausgeplündert wird, dessen Kultur auf dem Spiel steht und dessen wirtschaftliche Basis mutwillig zerstört wird. Ob man ihre Lösungen teilt oder nicht, eines ist unbestreitbar: Sie spricht Themen an, die Millionen Menschen unter den Nägeln brennen. Die „Titanic“ Deutschland mag Schlagseite haben, aber solange solche Debatten geführt werden, ist das letzte Wort über ihren Untergang noch nicht gesprochen. Doch die Zeit, das machte Weidel unmissverständlich klar, läuft ab. Der Eisberg kommt näher, und die Musik der Kapelle wird leiser.

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