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Der Tag, an dem die Gerechtigkeit Bergen-Belsen erreichte: die berüchtigten Wachleute hinter Massenhunger und Misshandlungen — Erinnerung an die Opfer und die Suche nach Verantwortung.H

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Dieser Beitrag behandelt sensible historische Ereignisse, darunter Verbrechen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern sowie ein Militärgerichtsverfahren aus dem Jahr 1945. Er wird ausschließlich zu Bildungszwecken geteilt, um historisches Verständnis und Erinnerung zu fördern. Er billigt oder verherrlicht weder Gewalt noch Hass oder Extremismus.

Der Belsen-Prozess und die Verantwortung von drei weiblichen SS-Wachkräften

Als britische Truppen Bergen-Belsen am 15. April 1945 befreiten, stießen sie auf eine humanitäre Katastrophe: Tausende unbestattete Tote und Zehntausende Überlebende, die unter extremem Hunger und Krankheiten, darunter Typhus, litten. In der Folge wurden zahlreiche Angehörige des SS-Lagerpersonals – darunter auch Frauen – festgenommen.

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Vom 17. September bis 17. November 1945 führte ein britisches Militärgericht in Lüneburg den sogenannten Belsen-Prozess durch, eines der frühesten und bedeutendsten Kriegsverbrecherverfahren der Nachkriegszeit. Fünfundvierzig ehemalige Mitarbeiter, die mit Bergen-Belsen und Auschwitz in Verbindung standen, mussten sich verantworten; sechzehn der Angeklagten waren Frauen.

Drei Frauen wurden zum Tode verurteilt:

Irma Grese (1923–1945) – eine Wachkraft, die in Auschwitz diente und später nach Bergen-Belsen versetzt wurde

Elisabeth Volkenrath (1919–1945) – eine ranghohe weibliche Aufseherin in Bergen-Belsen

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Johanna Bormann (1893–1945) – eine langjährige Wachkraft, die von mehreren Zeugen beschrieben wurde, sie habe einen Hund eingesetzt, um Häftlinge einzuschüchtern und anzugreifen

Alle drei wurden wegen Anklagepunkten verurteilt, die Mord und die systematische Misshandlung von Häftlingen betrafen. Aussagen von Überlebenden spielten eine zentrale Rolle, um Muster von Brutalität und Missbrauch innerhalb der Lager zu dokumentieren.

Am 13. Dezember 1945 wurden mehrere Urteile aus dem Belsen-Prozess im Gefängnis Hameln vollstreckt, darunter die gegen GreseVolkenrath und Bormann sowie gegen den Lagerkommandanten Josef Kramer.

Wir erinnern an diesen Prozess nicht, um Leid zu sensationalisieren, sondern um:

Das Andenken an die mehr als 50.000 Menschen zu ehren, die in Bergen-Belsen starben – insbesondere in den letzten Kriegsmonaten

Den Mut der Überlebenden anzuerkennen, die aussagten, während sie sich noch von tiefen Traumata erholten

Den Grundsatz zu bekräftigen, dass Massenverbrechen dokumentiert und durch rechtliche Verantwortung aufgearbeitet werden müssen

Offizielle Quellen:

Unterlagen zum Belsen-Prozess – The National Archives UK (WO 235)

Imperial War Museum – Aufnahmen der Befreiung & Transkripte

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Raymond Phillips (Hrsg.), „Trial of Josef Kramer and Forty-Four Others“ (1949)

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