AMERIKAS LETZTE „SCHOCKIERENDE“ ÖFFENTLICHE HINRICHTUNG DURCH ERHÄNGEN: Fast 1.000 Menschen versammelten sich, um der Hinrichtung von Roscoe Jackson im Jahr 1936 beizuwohnen, was die USA dazu zwang, ihre Gesetze aufgrund der erschreckenden Brutalität des Ereignisses umgehend zu ändern (INHALTSWARNUNG: GRAFISCHE BESCHREIBUNG EINER HINRICHTUNG) .H
EXTREM SENSIBLE INHALTE – NUR FÜR PERSONEN AB 18 JAHREN:
Dieser Artikel behandelt sensible historische Ereignisse im Zusammenhang mit der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten, darunter Fälle von Justizgewalt und öffentliche Hinrichtungen. Die Inhalte dienen ausschließlich Bildungszwecken, um das Verständnis der Vergangenheit zu fördern und zur Reflexion darüber anzuregen, wie Gesellschaften ähnliche Ungerechtigkeiten in Zukunft verhindern können. Sie befürworten oder verherrlichen keinerlei Form von Gewalt oder Extremismus.

Die Hinrichtung von Roscoe „Red“ Jackson am 21. Mai 1937 in Galena, Missouri, markiert ein dunkles Kapitel in der amerikanischen Geschichte. Es war die letzte öffentliche Hinrichtung in den Vereinigten Staaten und lockte Tausende von Zuschauern an, die dem Spektakel zwei Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg beiwohnten. Jackson, ein 36-Jähriger aus Howards Ridge, wurde 1936 wegen des Mordes an dem Handelsreisenden Pearl Bozarth verurteilt – Bozarth wurde wegen seines Autos und 18 Dollar getötet. Seine Verurteilung erfolgte nach dem ländlichen Justizsystem Missouris. Die Hinrichtung am Galgen auf dem Marktplatz im Morgengrauen symbolisierte das Ende einer Ära, in der Hinrichtungen sowohl der öffentlichen Abschreckung als auch der Unterhaltung dienten und oft von Familien besucht wurden, die in der Nähe picknickten. Dieses Ereignis, die letzte ihrer Art, bevor die Bundesstaaten zu privaten Hinrichtungen übergingen, spiegelte den Wandel der amerikanischen Ansichten über Strafen angesichts wachsender humanitärer Bedenken wider. Eine objektive Betrachtung offenbart die Überschneidungen von Verbrechen, Spektakel und Reform in der US-Geschichte und unterstreicht die Fortschritte bei der Abschaffung öffentlicher Todesdarstellungen sowie die Bedeutung, aus solch brutalen Traditionen zu lernen, um ethische, private Justizsysteme zu fördern, die auf Rehabilitation ausgerichtet sind.
Roscoe „Red“ Jackson wurde um 1901 im ländlichen Missouri geboren und lebte in Armut und mit kleineren Vergehen, bevor er zum Mörder wurde. Am 29. November 1936 überfiel er in der Nähe von Gainesville den 40-jährigen Handelsreisenden Pearl Bozarth aus Kansas City und erschoss ihn mit zwei Schrotflinten, um an dessen Plymouth-Limousine von 1935 und seinen wenigen Besitz, darunter 18 Dollar, zu gelangen. Jackson versteckte die Leiche in einem Erdloch, wo sie jedoch Tage später von Anwohnern entdeckt wurde. Kurz darauf verhaftet, gestand er im Verhör und berief sich auf Notwehr. In einem Schnellverfahren wurde er jedoch wegen Mordes ersten Grades verurteilt.
Das damalige Gesetz in Missouri sah öffentliche Hinrichtungen für Kapitalverbrechen vor – ein Überbleibsel aus der Zeit der Pionierjustiz. Trotz Bitten von Jacksons Familie und einiger Beamter um Privatsphäre setzte Sheriff Jess Hicklin von Stone County die Hinrichtung öffentlich durch und errichtete einen hölzernen Galgen auf dem Marktplatz von Galena. Am Tag der Hinrichtung versammelten sich schätzungsweise 500 bis 1000 Zuschauer im Morgengrauen, einige hatten eine weite Anreise auf sich genommen, und machten die Veranstaltung mit Händlern und Angehörigen zu einem makabren Ereignis.
Um 6:05 Uhr stürzte Jackson, mit Kapuze und Schlinge um den Hals, durch die Falltür. Der Aufprall brach ihm das Genick und führte zum sofortigen Tod – ein gnädiger Tod im Vergleich zu missglückten Hinrichtungen. Sein Leichnam hing 20 Minuten lang, bevor er auf dem Howards Ridge Cemetery beigesetzt wurde. Dies war die letzte Hinrichtung in Missouri und die letzte öffentliche Hinrichtung in Amerika, da Staaten wie Kentucky (Rainey Bethea, 1936) bereits mit Gegenwind zu kämpfen hatten, was bis 1938 zu privaten Hinrichtungsmethoden führte.
Das Schauspiel entsetzte die Reformer und beschleunigte den Übergang zu elektrischen Stühlen und Gaskammern in geschlossenen Räumen. Es verdeutlichte, wie öffentliche Hinrichtungen die soziale Kontrolle verstärkten, aber auch die Bevölkerung abstumpften – eine Praxis, die in der Kolonialzeit wurzelte, aber im Zuge der Modernisierung aufgegeben wurde.


Die öffentliche Hinrichtung Roscoe Jacksons, das brutale Ende der amerikanischen Ära der Freiluftexekutionen, verdeutlicht, wie Justiz einst als Spektakel diente und Massen anzog, um den Tod als Abschreckungsmittel zu inszenieren. Dieses Ereignis von 1937, inmitten der Umbrüche vor dem Zweiten Weltkrieg, markierte das Ende einer Tradition, die sowohl Verurteilte als auch Zuschauer entmenschlichte. Durch objektive Betrachtung erkennen wir die ethische Entwicklung hin zu privaten Strafen und schließlich deren Abschaffung in vielen Bundesstaaten, wobei die Rehabilitation Vorrang vor der Vergeltung hatte. Diese Geschichte mahnt Gesellschaften, voyeuristische Gewalt im Recht abzulehnen und Systeme zu fördern, die auf Fairness und Menschenwürde beruhen, um die Wiederholung solcher grausamen Praktiken zu verhindern.
Quellen
Das Leben und Wirken von Rosco „Red“ Jackson (Springfield-Greene County Library)
YouTube: „Die BRUTALE letzte öffentliche Hinrichtung in Amerika“
Informationszentrum zur Todesstrafe: Hinrichtungsgeschichte in Missouri
Find a Grave: Roscoe „Red“ Jackson Denkmal
Schlagzeilen aus Christian County: „Die letzte legale Hinrichtung im Bundesstaat fand in den Missouri Mountains statt.“
Archiv der LA Times: „McVeighs bevorstehende Hinrichtung erinnert an das makabre Spektakel von 1937“
Weitere historische Hinweise aus akademischen Quellen zu öffentlichen Hinrichtungen in den USA.




